Philips Defibrillatoren (AED) - HS1, FRx, FR3 - Defibrillator Wandhalterung mit Abreißplombe, Defibrillator Wandkasten (bei Notöffnung kein Glasbruch) - Philips Defibrillator Batterien, Defibrillatonselektroden - Trainingspuppen - Defibrillator Trainer Philips HS1 und FRx, Schilder

Kammerflimmern und Defibrillation

Der Defibrillator (AED) - Lebensretter bei Herzversagen

Es kommt beim Defibrillieren auf Sekunden an - es geht um das Überleben - und das "Wie" Überleben! 

1. Was passiert beim Herzversagen bzw. dem plötzlichen Herztod

In den meisten Fällen (ca. 80 %)  kommt es aus welchen Gründen auch immer, die Ursachen sind z. Z. nicht exakt bekannt, im Taktgeber für den Herzrhythmus (dem sog. Sinusknoten) zu chaotischen elektrischen Aktivitäten - einer Art elektrischen "Kurzschluss".

Ergebnis:

Das Herz schlägt nicht mehr regelmäßig sondern total ungeregelt, extrem schnell und schwach - es kommt zum sog. Kammerflimmern.

Die Auswirkungen:

  • Es wird kein Blut mehr in den Körper gepumpt; d.h. der Kreislauf bricht augenblicklich zusammen - es sind keinerlei Lebenszeichen erkennbar
  • Die Sauerstoffzufuhr  zum Gehirn wird sofort unterbrochen
  • Die Zellen sterben ab - der Tod tritt ein!

Aber

ca. 60 bis 70 % der betroffenen Personen  könnten überleben, wenn innerhalb der ersten 4 bis 5 Min.  Minuten defibrilliert würde.  

2. Was bewirkt der Defibrillator

Der Defibrillator unterbricht durch einen genau definierten Stromstoss die chaotische elektrische Aktivität - die Fibrillation - und gibt damit dem Herztaktgeber die Chance, seinen normalen Takt wieder aufzunehmen. In einer nennenswerten Anzahl der Fälle schlägt das Herz nach einer Defibrillation wieder im normalen Rhythmus - es wird ein sog. Spontankreislauf hergestellt.

An den grundlegenden Gegenheiten am Herz ändert die Defibrillation jedoch nichts - es erfolgt keine irgendwie geartete Heilung; d. h. es muss in jedem Falle - auch bei einer schnellen erfolgreichen Defibrillation - ein Notarzt zugezogen werden der Weiteres veranlaßt.

Ist die Herzerkrankung so schwer, dass sie in jedem Falle zum Tode führt, so stirbt die Person trotz sofortiger Defibrillation und optimal durchgeführter Reanimationsmassnahmen!
Aber - siehe oben - 60 bis 70 % der betroffenen Personen könnten überleben.
 

Wenn kein Defibrillator vorhanden, bzw. bis der Defibrillator zur Verfügung steht sollte immer Herzdruckmassage durchgeführt werden. (Hände auf die Mitte des Brustkorbes auflegen und Brustkorb 100 - 120 mal in der Minute gute 5 cm eindrücken), oder Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) - wenn diese beherrscht wird.
Wir empfehlen dringend - machen Sie bei einer Rettungsorgnisation Ihrer Wahl ein Training für Herzdruckmassage bzw. Herz-Lungen-Wiederbelebung.

 

Zurück